26.02.2020, 14.30 Uhr - 29.02.2020, 13.00 Uhr
Bad Urach
Stift Urach, Bismarckstr. 12, 72547 

Kirchenmusiktagung 2020

Gesamtleitung:
KMD David Dehn (Neuenstadt)
KMD Peter Ammer (Nagold)

Kirchenmusik 4.0 – Profil(ierung) im Wandel der Zeiten

Demographie, Pfarrplan, Mitgliederschwund, Digitalisierung – Schlagworte, die uns in der Kirche fast täglich um die Ohren fliegen: die einen können es bald nicht mehr hören, für die anderen wird über diese Themen noch viel zu wenig geredet und vor allem zu wenig konstruktiv gehandelt. Wie positioniert sich die Kirchenmusik in den Veränderungen unserer Zeit? Wie werden sich vor dem Hintergrund der zum Teil rasanten Wandlungen das Berufsbild und die Aufgabenfelder verändern? Wo hat gerade Kirchenmusik Chancen, neue Impulse zu setzen und die Herausforderungen positiv zu gestalten?

In diesem Jahr jährt sich das Ende des zerstörerischen Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Auch für die Kirchenmusik war dies eine Zeit des Umbruchs und Neuanfangs. So wird Prof. Bubmann (Erlangen) in einem Rückblick von Richard Gölz bis zu den Musizierformen unserer Tage beleuchten, welch unterschiedliche Profile die Kirchenmusik in diesen zurückliegenden Jahrzehnten entwickelt hat und welche Erfahrungen wir daraus für die Zukunft fruchtbar machen können. Die Vielfalt der Musik in diesen zurückliegenden 75 Jahren wird exemplarisch in zwei Konzerten aufleuchten. KMD Hannelore Hinderer wird zusammen mit weiteren Musikern Musik von Helmut Bornefeld und Zeitgenossen spielen; das zweite Konzert wird vom Hochschulchor und dem JazzPop-Chor der HKM sowie der Bigband des Dozenten Tobias Becker gestaltet. In der Gesamtkomposition wird es eine Uraufführung in der liturgisch-musikalischen
Form der Vesper sein – ein musikalisches Highlight zur Eröffnung des Jubiläumsjahres anlässlich 75 Jahre Hochschule für Kirchenmusik in unserer Landeskirche.
Diese Konzerte sollen Impulsgeber für eine offene Gesprächsrunde über die Frage sein, welches Musizieren zukünftig in der Kirche notwendig ist und welche Musik zur Profilierung der kirchenmusikalischen Arbeit beitragen kann.
In weiteren Impulsreferaten und Diskussionsrunden werden verschiedene Menschen aus Kirche und Kultur ihre Einschätzungen darlegen, was kirchenmusikalisch in den kommenden Jahren zentrale Aufgabe sein wird und mit welchen Ansätzen den aktuellen Herausforderungen begegnet werden kann.

Ein Thema, dem sich Kirche und Musik stellen muss, ist die Digitalisierung: E-Learning, #tomblet, sublan Gottesdienste – was verbirgt sich dahinter? Wir freuen uns auf eine grundsätzliche Einführung in das Digitalisierungsprojekt unserer Landeskirche durch den Direktor des Oberkirchenrats und Leiter der Digitalisierungsgruppe, Oberkirchenrat Stefan Werner. Daneben werden konkrete Digitalisierungsprojekte, die den kirchenmusikalischen, gottesdienstlichen und den Kirchen-Raum betreffen, vorgestellt.

Für den Tagungschor konnten wir Universitätsmusikdirektor Jan Schumacher gewinnen, der in Württemberg kein Unbekannter ist. Fünf Jahre war er Professor für Chorleitung in Rottenburg; neben seiner Tätigkeit an der Universität Frankfurt leitet er derzeit Chöre in Darmstadt und Limburg, ist international gefragter Workshopleiter sowie profunder Herausgeber unterschiedlichster Chormusik.

Die Bereichsversammlung und das traditionelle Verbandsfest runden die Tagung ab.


Weitere Informationen:

Kosten (3 Übernachtungen, Vollpension, Seminargebühr):
290 € Einzelmitglieder
320 € Nichtmitglieder
27 € EZ-Zuschlag
100 € Ermäßigung für Studierende und Kirchenmusiker/innen im Praktikum

Mindestteilnehmer: 40 Personen.
Anmeldeschluss: 17.12.2019
Spätester Rücktrittstermin bei Nichterreichung der Mindestteilnehmerzahl: 27.01.2020