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05.11.2020 10:16 Alter: 29 days

Hinweise in Corona-Zeiten (Aktualisierungen kursiv; Stand: 2. November 2020)


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Hier die wichtigsten Regelungen/Stand 2. November 2020

2. November 2020

Ab dem 2. November gilt bis einschließlich 30. November 2020 eine neue Landescoronaverordnung in Baden-Württemberg.
Danach sind Chorgesang und Chorproben grundsätzlich untersagt. Bandproben und Musikverein-/Orchesterproben sind nur mit Menschen aus maximal zwei Hausständen und bis höchstens 10 Personen erlaubt.
Für Kirche gelten aufgrund der Religionsfreiheit und dem damit verbundenen Selbstbestimmungsrecht etwas andere Regelungen: Gottesdienste sind weiterhin möglich; d.h. Kirchenmusik kommt bis 30. November 2020 nur noch im gottesdienstlichen Rahmen in Betracht, d. h. im Rahmen des Predigtgottesdienstes, auch wenn konzertant dargebotene Kirchenmusik gleichermaßen der Verkündigung verpflichtet ist und keineswegs allein der Unterhaltung dient.

Das bedeutet:

  • gottesdienstliche Kirchenmusik (Kleine Formationen / Stellvertretendes Singen) nach aktuellem Schutzkonzept bleibt möglich.
  • vorbereitendes Proben für den Gottesdienst nach Schutzkonzept kann stattfinden. 
  • Konzertveranstaltungen außerhalb des Gottesdienstes müssen bis Ende November leider unterbleiben oder durch digitale Formate wie Streaming und Aufzeichnung ersetzt werden. Seitens der Landeskirche wird gebeten, möglichst erst ab Mitte Dezember Präsenz-Konzertveranstaltungen zu planen und durchzuführen.
  • musikalischer Einzel- und Gruppenunterricht (Orgelunterricht, C-Kurs, etc.) ist gemäß Musikschulverordnung weiterhin erlaubt,
  • Angebote, die ohne Publikumsverkehr durchgeführt werden können, wie etwa Live-Streams oder Aufzeichnungen, können weiter stattfinden.

Die vorbereitenden Proben für Gottesdienste sollten bezüglich der Chorgröße und bezüglich der Probenanzahl möglichst niedrig gehalten werden. Die Anzahl der Singenden ist nicht absolut festgesetzt, sondern kann den räumlichen Gegebenheiten angepasst werden (Raumgröße/-höhe, Abstandsregelungen). Bei der Probenanzahl ist stets zu beachten, dass andere Chöre (weltliche Chöre, Konzertchöre, etc.) keine Sing- und Probenerlaubnis haben. Das Vorrecht, dass wir für gottesdienstliches Singen entsprechende vorbereitende Proben durchführen können, sollte aufgrund ausufernder Probensequenz nicht zu Unmut bei den örtlichen weltlichen Ensembles und kommunalen Behörden führen. Und unser aller Anstrengung muss in den kommenden Wochen sein, Kontakte zu vermeiden, um die Infektionszahlen deutlich zu verringern.


19. Oktober 2020 - Konzerte

Grundsätzlich ist seit dem 19. Oktober mit Inkrafttreten der neuen LandesVO Corona für Veranstaltungen nur noch eine maximale Teilnehmerzahl von 100 Personen zulässig (Mitwirkende und sonstige Beschäftigte werden dabei nicht mitgezählt).

Für den Kulturbereich kann diese Zahl aber unter folgenden Voraussetzungen auf bis zu 500 erhöht werden:
- den Teilnehmenden werden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern in alle Richtungen zugewiesen, Personen des gemeinsamen Hausstand ausgenommen; außerdem dürfen bis zu vier Teilnehmenden Sitzplätze ohne Abstand zugewiesen werden, sofern deren Tickets gemeinsam bestellt wurden,
- die Teilnehmenden tragen auf den Verkehrswegen, Verkehrsflächen und in allen Publikumsbereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung; dies bedeutet auch am Sitzplatz während der gesamten Veranstaltung
- die Veranstaltung folgt einem im Vorhinein festgelegten Programm
- und dem zuständigen Gesundheitsamt wurde vorab ein entsprechendes Hygienekonzept vorgelegt.

Bitte beachten Sie mögliche örtliche Sonderregelungen durch die Kommune oder den Landkreis, die ggf. schärfere Vorgaben machen!


15. Oktober 2020

Bezüglich der kirchenmusikalischen Arbeit gilt das Infektionsschutzkonzept Kirchenmusik in der aktuellen Fassung vom 15. Oktober 2020. Hier und unten unter 6. Juli zu lesen.
Neu sind darin Festlegungen der maximalen Personenanzahl innerhalb der für die Gemeinde im Gottesdienst stellvertretend singenden und musizierenden Gruppen, wenn die 7-Tage-Inzidenz über 50/100.000 gestiegen ist.
Ebenso Hinweise bezüglich CO2-Ampeln und mobiler Lüftungsanlagen. Zudem kann der Mindestabstand bei Streichern auf 1,5 Meter reduziert werden. 

Für Gottesdienste gelten seit dem 8. Oktober weiterführende Regelungen im Falle, dass die 7-Tage-Inzidenz über 35 bzw. 50 pro 100.000 Einwohner in einem Landkreis liegt.
Kirchenmusikalisch hat dies Auswirkungen ab der Inzidenz von 50: Neben den oben genannten und im Infektionsschutzkonzept Kirchenmusik festgelegten Bestimmungen unterbleibt dann der gemeinsame Gemeindegesang und es besteht während des gesamten Gottesdienstes die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hier das detaillierte Rundschreiben des Oberkirchenrats.

Allerdings ist es auch da weiterhin möglich, dass einzelne wenige Sänger*innen (bei Mindestabstand von 5 Metern zur Gemeinde und unter Beachtung der maximalen Sängeranzahl wie ab 15. Oktober neu im Infektionsschutzkonzept Kirchenmusik festgelegt) der Gemeinde Lieder zu singen. 

Konzerte, bei denen die Zuhörenden nicht singen, können mit einem Mindest-Sitzabstand der Zuhörenden von 1,5 Metern durchgeführt werden; ebenso gibt es hier grundsätzlich keine zeitliche Beschränkung. Jedoch ist auf das Raumvolumen zu achten und ggf. eine Lüftungspause durchzuführen.


Heizen: Hierzu hat der Oberkirchenrat mit Rundschreiben vom 21.9.2020 detaillierte Hinweise zu den unterschiedlichsten Heizungssystemen gegeben.

Rechtliche Hinweise zum Streaming von Gottesdiensten: Hier hat die EKD mit der VG Musikedition die Fortsetzung der "Corona-Sonderregelungen" bis zum 31.12.2022 vereinbart. Damit dürfen Lieder für den Gemeindegesang bei Streaming-Gottesdiensten im Internet zugänglich gemacht werden. Der Vertrag gilt aber nicht für Konzerte und Chorproben! Bei der Verwendung von GEMA-geschützer Musik im Gottesdienst ist dies über den Pauschalvertrag abgegolten, wenn diese bei YouTube eingestellt wird. Im konzertanten Bereich ist die Rechtslage hier unklar; die EKD ist zur Zeit in Verhandlungen. Das gesamte Rundschreiben vom 10.9.2020 ist hier zu lesen.

Für Chöre und Instrumentalgruppen, die vielleicht jetzt die Probenarbeit wieder aufnehmen, stellen wir hier nochmals alle MUSTER-Vorlagen ein (siehe auch weiter unten/22. Juni):
- örtliches Infektionsschutz- und Hygienekonzept für Chorproben/Ensembleproben (hier müssen nur noch wenige lokale Angaben eingefügt werden)
- Anschreiben an Ihre Chor-/Ensemblemitglieder inkl. des örtlichen Infektionsschutz- und Hygienekonzept zur Kenntnisnahme 
- Einwilligungserklärung für Chor/Ensemblemitglieder 
- Anwesenheitsliste

Für Gemeinden, die ein Konzert veranstalten, steht folgendes MUSTER bereit (siehe auch unter 22. Juni):
- örtliches Infektionsschutz- und Hygienekonzept für kirchenmusikalische Veranstaltungen/Konzerte

Für die dabei verpflichtende Datenerhebung liegt folgende landeskirchliche Vorlage bereit (siehe auch unter 22. Juni gleich oben):
- Datenerhebung - Einwilligung


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31. Juli 2020:
Frau Kultusministerin Eisenmann hat mit einem Antwortschreiben auf den Brief der Chorverbände und den von KMD Stefan Skobowsky initiierten Appell reagiert. Beide Antworten von Frau Eisenmann sind inhaltsgleich. Hierin artikuliert sie, dass das Kultusministerium nach Lösungen sucht um verantwortbare Möglichkeiten für das Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten im kommenden Schuljahr zu ermöglichen. Ihr letzter Satz lautet: "lch bin davon überzeugt, dass wir einen Weg finden werden, der das Singen und Spielen von Blasinstrumenten an unseren Schulen im kommenden Schuljahr ermöglichen wird und gleichzeitig den Anforderungen des Infektionsschutzes gerecht wird." Das komplette Schreiben ist >>hier<< zu lesen.

16. Juli 2020:
Am 7. Juli 2020 wurde vom Kultusministerium Baden-Württemberg ein Konzept für das neue Schuljahr 2020/21 veröffentlicht. Dies verbietet kategorisch Singen und Spielen von Blasinstrumenten in geschlossenen Räumen, sowie jahrgangsübergreifende Angebote in Unterricht und Arbeitsgemeinschaften. Konkret heißt dies, dass im kommenden Schuljahr kein Schulchor, kein Orchester, keine Bigband, kein Theater, etc. und ein Musikunterricht, der sich quasi nur auf rein theoretische Inhalte beschränken muss, stattfinden kann. Die Auswirkungen für die Kinder und Jugendlichen aber auch weitreichende negative Konsequenzen für potentielle zukünftige Musikpädagogen und professionelle Musiker*innen, für das von den Schulensembles gestaltete kulturelle Leben und letztendlich für unsere vor allem vokale Ensemblearbeit im Land und in der Kirche, wären eklatant. Deshalb haben sich verschiedene Verbände und Einzelinitiativen mit Appellen und Offenen Briefen an die Kultusministerin gewandt:


- Pressemitteilung der Chorverbände in Baden-Württemberg 
- Brief der Chorverbände an Frau Ministerin Dr. Eisenmann
- Offener Brief des Landesmusikrates Baden-Württemberg an Frau Ministerin Dr. Eisenmann
- Unser Kollege Stefan Skobowsky hat seine weit verzweigten Kontakte gerade auch zu Hochschulprofessoren im Bereich Chorleitung genutzt und diese schriftliche Verlautbarung an das Kultusministerium mit Unterstützung etlicher Musiker*innen aus der Kollegenschaft, den Hochschulen und Verbänden formuliert.

Der Bundesverband Musikunterricht e.V. - LV Baden-Württemberg hat eine Online-Petition ins Leben gerufen, die gegen diese Planungen des Kultusministeriums ihre Stimme erhebt. Hier der Link mit der Möglichkeit durch die eigene Unterzeichnung (geht auch anonym) der Kritik an diesen Planungen deutlichen Nachdruck zu verleihen. https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-schulmusik

14. Juli 2020:
Es existieren neue Studien und Risikoeinschätzungen, so z. B. der Charité und der TU Berlin, ebenso hat das Freiburger Institut für Musikmedizin zum 1. Juli eine neue Risikoeinschätzung veröffentlicht.

Unter 7. Studien nachzulesen.

Der Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK) hat auf seiner Homepage zahlreiche (auch internationale) Studien eingestellt; ebenso sind dort Verlautbarungen, Appelle, Briefe, Positionspapiere verschiedenster bundesdeutscher musikalisch/kultureller Institutionen und Musikverbände an Bundestag, Politik, etc. zu lesen:
https://choere-evangelisch.de/aktuelles/corona/

Der Arbeitsbereich Posaunen im ejw hat ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für die Bläserarbeit erstellt; hier die aktuelle Fassung vom 2. Juli zudem auch Tipps für Choraufstellungen

6. Juli 2020:
Seit Samstag, 4. Juli ist das Singen in Gottesdiensten mit Mundschutz und unter Einhaltung des gültigen Mindestabstands von 2 Metern wieder möglich. Dies gilt auch für Gottesdienste im Freien. Ebenso ist das Musizieren mit Blasinstrumenten in Kirchenräumen wieder gestattet. Diese Regelungen und Vorgaben sind in folgenden Dokumenten fixiert:

- Fortschreibung des Infektionsschutzkonzepts Kirchenmusik (aktualisiert 15. Oktober 2020)
- sowie die Regelungen des OKR bezügl. Gottesdienste: <<Rundschreiben>> und <<Anhänge dazu>>.

Anmerkung: der Hinweis in der Erstfassung des landeskirchlichen Infektionsschutzkonzepts vom 18. Juni, dass der/die Hygienebeauftragte/r entsprechend geschult werden sollte und das Gesundheitsamt hierzu Angebote bereit stellt, ist in der aktualisierten Fassung vom 2. Juli entfallen. Die Gesundheitsämter in BW bieten dies auch nicht an. Der Schwäbische Chorverband bietet dies z. B. Ende Juli als einstündiges Webinar an.

Einige konkrete Fragen, etc. bezüglich der Umsetzung der neuen Vorgaben im Gottesdienst, sind in diesem Corona-FAQ-Katalog beantwortet.


Für den Bereich des Unterrichtens im kirchenmusikalischen Bereich (Jungbläserausbildung, C-Kurs, Chorleitungskurse, etc.) gelten aufgrund der neuen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und der neuen Regelungen für Musikschulen ab sofort in der Ev. Landeskirche Württemberg folgende Regelungen, die in der <<Fortschreibung des kirchenmusikalischen Infektionsschutzgesetztes vom 2. Juli 2020>> festgelegt sind.

Anmerkung: Auch wenn außer für die Bereiche Gesang und Blasinstrumente hier direkt keine weiteren Abstände notiert sind, steht in §2 Abs 1, dass neben einem Hygienekonzept und Datenerfassung die Hygieneanforderungen nach §4 CoronaVO einzuhalten sind. Darin heißt es in Satz 1): "Soweit keine geeigneten physischen Infektionsschutzvorrichtungen vorhanden sind, wird die Einhaltung eines Mindestabstands zu anderen Personen von 1,5 Metern empfohlen." Bis zu einer Gruppengröße von 20 Personen ist im Bereich der Musikschulen also (außer bei Gesang und Blasinstrumenten) kein Mindestabstand verpflichtend einzuhalten aber empfohlen.

Die Mustervorlagen wurden um eine für den Bereich „Kirchenmusikalische Veranstaltungen (Konzerte)" erweitert (siehe unten).

Neue Studie: Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat am 3. Juli ihre neuste Erkenntnis bezüglich Aerosolausstoß beim Singen im Rahmen einer Pressemitteilung veröffentlicht.

Kurz zusammengefasst: Beim Singen in Singrichtung mindestens 2 Meter, besser 2,50 Meter Abstand; seitlich dürfte auch ein etwas geringerer Abstand ausreichen. Dazu ist eine permanente Frischluftzufuhr, so dass die Aerosole permanent aus dem Raum entfernt werden, wichtig! Die genauen wissenschaftlichen Erkenntnisse nachzulesen unter: https://www.lmu-klinikum.de/aktuelles/pressemitteilungen/erste-ergebnisse-zu-aerosol-studie-mit-dem-chor-des-br/caf8e9f9c407a2bd


1. Juli  2020:
Seit 1. Juli 2020 gilt die neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg; viele LandesCoronaSonderverordnungen gibt es nicht mehr, sondern die Dinge sind in einer neuen Gesamtverordnung und ggf. speziellen Regelungen (z. B. für die Musikschulen) zusammengefasst. Eine Konsequenz daraus ist, dass Chorproben nicht mehr nur zulässig sind, wenn sie ein Veranstaltungsziel haben, sondern allgemein erlaubt. 

• Konzerte sind ab 1. Juli weiterhin unter den entsprechenden Abstandsregelungen, Infektionsschutz- und Hygienekonzepten und der Pflicht zur Datenerfassung mit bis zu 100 Teilnehmenden (bis 31. Juli, danach bis 500 Teilnehmenden) gestattet; Die zulässige Teilnehmerzahl erhöht sich bis einschließlich 31. Juli 2020 auf 250 Personen, wenn zusätzlich

a) den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und
b) die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgt.
Bei der Bemessung der Teilnehmerzahl bleiben Beschäftigte und sonstige Mitwirkende an der Veranstaltung außer Betracht.

Als Antwort auf die Anfrage und dringende Bitte des Verbandes vom Ende April (siehe unten unter 10. Ausfallhonorare) an die damalige Taskforce Corona und den Direktor der Landeskirche, Möglichkeiten zu schaffen, dass sowohl nicht fest angestellte Organist*innen und Chorleiter*innen als auch vor allem Honorarmusiker*innen bei abgesagten Konzerten Ausfallhonorare erhalten können, wurde am 30. Juni über die Dekanate an alle Pfarrämter und Kirchenpflegen, etc. folgendes Rundschreiben:  "Vergütung von Kirchenmusikern und Kirchenmusikerinnen während der Corona-Pandemie" verschickt.

Wir sind dankbar, dass hier nun Gestaltungsräume bezüglich dieser Fragen gefunden wurden; sicher hätten sich alle diese Antwort früher gewünscht, aber juristisch und inhaltlich galt es hier viele Dinge abzuwägen und zu prüfen, was die Beurteilung durch mehrere Personen und Referate erfordert. Neben der inhaltlichen Komplexität, die Zeit braucht, sind einzelne Referate im Moment aufgrund massenhafter "Corona-Anfragen" aus den Gemeinden und auch "Coronareflexen" (z. B. sind während dem Lockdown über 30% mehr Bauanfragen im OKR eingegangen, weil die Pfarrämter alle dafür Zeit gehabt haben), völlig überlastet.

22. Juni 2020: 
Mit Wirkung vom 18. Juni 2020 hat die Evangelische Landeskirche Württemberg ein Infektionsschutzkonzept für die kirchenmusikalische Arbeit in der württembergischen Landeskirche veröffentlicht, das ab sofort in Kraft ist.

Hier ist es zu lesen:
- Infektionsschutzkonzept
- Datenerhebung-Einwilligung

Für den Bereich des gottesdienstlichen Musizierens gelten noch die derzeitigen Regelungen, die unter 2. Musik im Präsenz-Gottesdienste aufgeführt sind!!

Für andere kulturelle Veranstaltungen (z. B. Konzerte) gelten die allgemeinen Bestimmungen des Landes Baden-Württemberg (z. B. bezüglich der Maximalzahl an Zuhörenden (bis 30. Juni: 99; 1. Juli - 31. Juli: 100 (bzw. 250, wenn den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgt; ab 1. August: 500) sowie auch die im landeskirchlichen Infektionsschutzkonzept für die kirchenmusikalische Arbeit festgelegten Abstände: 

Der Abstand zu Zuhörenden beträgt bei Chören minimal 5 Meter, bei nicht blasenden bzw. nicht singenden Ensembles 3 Meter. Diese Abstände gelten sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien. Zu Emporenbrüstungen sind minimal 2 Meter, besser 2,5 Meter einzuhalten.

Für die kulturelle Veranstaltung muss auch ein örtliches Infektionsschutz-und Hygienekonzept auf Grundlage des landeskirchlichen Infektionsschutzkonzepts (siehe oben) erstellt werden; ebenso sind bei den kulturellen Veranstaltungen die Daten nach obiger Daten-Erhebungseinwilligung zu erheben.


Hier finden Sie folgende MUSTER-VORLAGEN, die aufgrund oben genanntem Infektionsschutzkonzept erstellt wurden (zuletzt ergänzt am 6.7.2020):

örtliches Infektionsschutz- und Hygienekonzept für Chorproben/Ensembleproben (hier müssen nur noch wenige lokale Angaben eingefügt werden)

örtliches Infektionsschutz- und Hygienekonzept für kirchenmusikalische Veranstaltungen/Konzerte (ergänzt am 6.7.2020)

Anschreiben an Ihre Chor-/Ensemblemitglieder inkl. des örtlichen Infektionsschutz- und Hygienekonzept zur Kenntnisnahme

Einwilligungserklärung für Chor/Ensemblemitglieder

Anwesenheitsliste

Einige Erläuterungen:

1. Die Anzahl der Sänger*innen, die zeitgleich wieder in eine Probe kommen können, richtet sich nach den räumlichen Möglichkeiten. Die vorhandene Luftmenge im Raum entscheidet über Anzahl der Personen und Probendauer.

Grundsätzlich gilt: 1 m³ Raum für einen Sänger für eine Minute. Konkretes Bsp: Wenn mein Probenraum 4 m hoch ist und ich pro singender Person eine 10 m² Raumfläche habe (insgesamt 40 m³ pro Person), dann kann ich max. 40 Minuten proben. (bei einer Grundfläche des Gemeindesaals von 100 m² könnten dann max. 10 Personen (inkl. Chorleitung) miteinander für 40 min. proben, wenn der Saal mind. 4 m (!) hoch ist). Die Räume sollten mind. 3,50 m Raumhöhe aufweisen.

Das Allerbeste und aus infektiologischer Sicht Ungefährlichste ist das Proben im Freien: Da ist viel mehr Luft und immer frische Luft vorhanden. Dennoch sollte neben den Mindestabstandregeln geschaut werden, ob der Probenort z. B. eng durch Gebäude eingegrenzt ist (Innenhof) oder ganz im Freien, wie auf einer Wiese. Entsprechend ist neben dem benötigten Raum für Abstandsregeln ggf. noch etwas mehr Fläche notwendig, damit genügend Luft in dem "Probenraum" ist.

Wenn Sie einen Ort im Freien suchen, müssen Sie nur beachten, dass dies grundsätzlich nicht auf öffentlichen Plätzen oder örtlichen Parks, etc. stattfinden kann (außer Sie erhalten dafür eine Genehmigung der Kommune; dies hat auch den Hintergrund, dass im öffentlichen Raum zur Zeit ja nur max. 20 Personen sich versammeln dürfen; wir aber, wenn es die Raumgröße zulässt, bei unseren Proben diese Zahl auch überschreiten können, was bei einer Probe im Freien am leichtesten ist; deshalb am besten eine private Wiese, Garten, etc. nehmen.


2. Durch dieses Infektionsschutzgesetz Kirchenmusik ist auch der Probenbeginn im Bereich Kinderchor wieder möglich. Es gelten die gleichen Abstandsregelungen wie bei den Erwachsenenensembles, auch wenn in den Grundschulen und KiTas die Abstände innerhalb des Klassenverbunds bzw. der Gruppe aufgehoben sind. In unsere Proben kommen aber ja Kinder aus unterschiedlichen Klassen und Schulen; es ist auch untersagt, dass Kinder, die in ihrer Schule in einer Klasse sind, in den Kinderchorproben ohne Abstand sitzen.



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1. Grundsätzliches

Alle unsere Arbeit darf nur nach den jeweils geltenden Verordnungen des Landes Baden-Württemberg, ggf. der lokalen Ortsbehörde (die im Einzelfall z. B. aufgrund besonders hoher lokaler Infektionszahlen die Maßnahmen vor Ort verschärfen kann), der Ev. Landeskirche in Württemberg und den Beschlüssen des örtlichen Kirchengemeinderates bzw. den Anordnungen des Dienstvorgesetzten erfolgen.

Für einige Bereiche sind mittlerweile auch die Dekane ermächtigt, Genehmigungen für Belange innerhalb ihres Dekanats zu erteilen.

Auch wenn auf Bundes- bzw. auf EKD-Ebene Rahmenvereinbarungen erstellt sind, liegt die jeweilige Entscheidung über die konkreten Verordnungen auf Landes- bzw. auf kommunaler Ebene, kirchlicherseits bei der Landeskirche bzw. auf der Dekanats- und Kirchengemeinderatsebene.

Diese beschließen dann die örtlichen Maßgaben aufgrund der Rahmenvereinbarungen vor dem Hintergrund der Einschätzung der Infektionslage in den jeweiligen Bundesländern bzw. Landkreisen. Logischerweise werden die Verordnungen "nach unten hin" ggf. immer restriktiver, sind aber jeweils rechtlich bindend.

Bei Unsicherheit auf alle Fälle mit dem/der Dienstvorgesetzten abklären und ggf. an übergeordneter Fachstelle (Bezirkskantorat, Landeskirchenmusikdirektor, Verband, Ordnungsamt der Kommune) nachfragen.

Alle landeskirchlichen Informationen und Vorgaben finden Sie unter: https://www.elk-wue.de/#layer=https://www.elk-wue.de/corona


2. Musik im Präsenz-Gottesdienst

Ab Samstag, 4. Juli 2020 ist das Singen in Gottesdiensten mit Mundschutz und unter Einhaltung des gültigen Mindestabstands von 2 Metern wieder möglich. Dies gilt auch für Gottesdienste im Freien. Ebenso ist das Musizieren mit Blasinstrumenten auch in geschlossenen Räumen wieder erlaubt. 

Diese Informationen und Vorgaben sind in folgenden Dokumenten fixiert: 
Das <<Rundschreiben des OKR>> samt <<Anhänge bezügl. Gottesdienste>> und 
die <<Fortschreibung des Infektionsschutzkonzepts Kirchenmusik (Stand 2. Juli)>>.


3. Konzerte live
 
Ab 1. Juni 2020 gelten bezüglich Konzertformaten folgende Regelungen:

Entweder
a) Die Veranstaltung findet als gottesdienstliches Format (erkennbar mit entsprechenden liturgisch- gottesdienstlichen Elementen) statt und zwar unter den in der jeweiligen Kirchengemeinde geltenden Hygienevorschriften und -konzept, das der Kirchengemeinderat für die Gottesdienste beschlossen hat. Dauer: 35 Minuten.

Oder
b) Die Veranstaltung findet als reine Konzertveranstaltung statt.

Dies ist ab 1. Juni 2020 grundsätzlich möglich. Allerdings gelten hier zum Teil andere Vorgaben als bei einem Gottesdienst. Bei einem Konzertformat gilt - unabhängig von der Raumgröße - seit 1. Juli 2020 die maximale Besucherzahl von 100 (bis 31. Juli, danach bis 500 Teilnehmende); die zulässige Teilnehmerzahl erhöht sich bis einschließlich 31. Juli 2020 auf 250 Personen, wenn zusätzlich
a) den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und
b) die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgt.
Bei der Bemessung der Teilnehmerzahl bleiben Beschäftigte und sonstige Mitwirkende an der Veranstaltung außer Betracht. 
Zeitlich gibt es hier zwar keine Vorgaben, aber es müssen verpflichtend Kontaktdaten der Teilnehmenden erfasst und danach vier Wochen aufbewahrt werden. Ein detailliertes Hygienekonzept muss vorliegen. Die für diese Konzerte notwendigen Proben sind auch wieder zulässig (siehe oben).

Die vollständigen Regelungen für Veranstaltungen sind in der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die seit 1. Juli in Kraft ist, unter Abschnitt 4  §10 Veranstaltungen geregelt und hier zu finden: https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Coronainfos/200623_Corona-Verordnung.pdf 

Grundsätzlich ist zu beachten, dass die verantwortlichen Personen bzw. Gremien des Veranstalters (KGR, geschäftsführende Pfarrer*in) die Veranstaltung beschlossen haben und nicht der/die Kirchenmusiker*in hier im Alleingang handelt, da z. B. die Umsetzung des Hygienekonzepts auch (Mehr)arbeit für andere Mitarbeitende hat und der Veranstalter haftet.

Mitte Mai hatte die Landesregierung einen Masterplan Kultur BW verfasst. Hier zu lesen: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/pdf/20200515_Masterplan_Kultur_BW_Kunst_trotz_Abstand.pdf

• Mit dem Programm „Kultur Sommer 2020“ stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst über 2 Mio. EUR zur Verfügung, um das kulturelle Leben wiederzubeleben und kleine Veranstaltungen aller Sparten zu fördern. Antragsberechtigt sind allerdings ausschließlich rechtlich eigenständige Kultureinrichtungen (e.V., gGmbH, GmbH etc.), deren Gründungsdatum vor dem 01.01.2019 liegt. Dies würde im kirchlichen Kontext bedeuten, dass ggf. Konzertformate, die von einem Förderkreis Kirchenmusik, der ein eingetragener selbständiger Verein ist, veranstaltet werden, hier förderungswürdig sind. Ebenso sind Konzerte eines Oratorienchores, der zwar unter der Leitung eines/r Kolleg*in steht, aber strukturell ein e. V. ist und seine Konzerte in Eigenverantwortung veranstaltet, zu betrachten. Nähere Hinweise unter: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/ausschreibungen/ 

 

4. Gottesdienste und Konzerte online

Hier gelten im Moment (derzeit bis 15. September) für gestreamte Gottesdienste und Konzerte die Regelungen, wie sie auch für die „Live-Situation“ gelten würden; d. h. die Pauschalverträge gelten in diesem Zeitraum auch für die digitale Übertragung.

Bei gestreamten Konzerten hat wie gewohnt die Meldung der aufgeführten Werke an die GEMA zu erfolgen.

Konkret im Einzelnen:

4.1. Gottesdienste auf YouTube /Social Media Plattformen
Schon 2018 wurde eine Abmachung zwischen der EKD und der GEMA getroffen, welche die Musikwiedergabe in Gottesdiensten regelt, die in YouTube eingestellt werden. Gottesdienste, die mit GEMA-Repertoire von Deutschland aus in YouTube eingestellt werden, sind damit hinsichtlich der Rechte der Musikwiedergabe abgegolten - auch wenn Dritte sie einstellen.
Das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Musikwerken auf diesen Plattformen sowie das Streaming oder der Download dieser Werke ist über die bestehenden Verträge mit den entsprechenden Betreibern damit abgegolten, d.h. ohne weitere Kosten für die Kirchengemeinden. Grundsätzlich empfiehlt sich ein YouTube-Kanal (der Kirchengemeinde), da hier die Inhalte auch wieder vollständig gelöscht werden können.

4.2. Gottesdienst über eigene Homepage/Webseiten
Darüber hinaus hat die GEMA entschieden, für die Zeit, in der die Gottesdienste nicht vor Ort durchgeführt werden können, die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Musikwerken im Rahmen des Streamings oder des Downloadens auch über die kirchengemeinde-eigenen Websites durch die bestehenden Pauschalverträge als abgegolten zu betrachten. Die Art der Musikwiedergabe - ob live vom Organisten, einer Band oder z.B. durch einen Tonträger - ist hierbei unerheblich. Dies gilt allerdings nur für die Dauer der Pandemie, anschließend müssen entsprechende Angebote wieder entfernt werden! Und: das Beschriebene gilt nicht für private Homepages, also z.B. von kirchlichen Mitarbeitenden (haupt-, neben- oder ehrenamtlich), oder Homepages von kirchlich nicht anerkannten/zugeordneten Vereinen oder Ensembles!

4.3. Einstellen bzw. Einblenden von Noten und Liedtexten im Internet – VG Musikedition
Mit der VG Musikedition wurde vereinbart, dass für den Zeitraum von sechs Monaten (also bis ca. Mitte September) der Pauschalvertrag erweitert wurde in Bezug auf Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen gottesdienstlicher Art sowie sonstige gemeindliche, nicht-kommerzielle Veranstaltungen. Das heißt, dass Noten und Liedtexte für alle kirchlichen Veranstaltungen in diesem Zeitraum Gemeindegliedern online im Rahmen oben beschriebener Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden können; d.h. konkret: eingeblendet, keinesfalls als Dokument oder separate pdf-Datei!

Wenn in den gestreamten Veranstaltungen geschützte Liedtexte, bei der die Rechte bei der VG Musikedition liegen, eingeblendet werden, so müssen diese nach 72 Stunden gelöscht werden. Gemeinfreie Texte können länger zugänglich gemacht werden.

Dies betrifft jedoch nur die Rechte, die von der VG Musikedition wahrgenommen werden. Bei Einzelverträgen mit anderen Rechteinhabern wie z.B. CCLI, muss jeweils eine separate Lösung vereinbart werden. Gleiches gilt für Urheber, deren Werke weder von der VG noch CCLI verrechtet werden.

Die detaillierten Verordnungen finden Sie hier: https://www.elk-wue.de/fileadmin/Downloads/Service/Rechtliche_Hinweise_zum_Streaming_von_Gottesdiensten.pdf

 

5. Chorarbeit analog

Chorprobenarbeit ist seit 18. Juni 2020 unter entsprechenden Auflagen wieder möglich. Alle Informationen dazu: siehe oben.

NEU: Hier sind einige Choraufstellungsmodelle zu sehen - zusammengestellt aus der Bläserarbeit und ebenso in der vokalen Chorarbeit verwendbar.

Wenn eine Versammlung (Chorprobe, etc.) im Gemeindehaus der Kirchengemeinde stattfinden soll, muss zudem noch durch den KGR oder zumindest durch den/die geschäftsführende/n Pfarrer*in die grundsätzliche (Wiederer-)öffnung des Gemeindehauses beschlossen sein.

 

6. Chorproben digital

Hier wird zur Zeit Manches ausprobiert. Grundsätzlich ist zu sagen: ein gemeinsames Chorsingen, bei dem sich die Sänger*innen gegenseitig hören, ist aus technischen Gründen bisher zeitgleich und akustisch nicht sinnvoll.

• Der Hymnuschorleiter Rainer Johannes Homburg hat in der Ausgabe 3/2020 der Württembergischen Blätter für Kirchenmusik ausführlich über den „OnlineHymnus“ berichtet: Einzelne Stimmen werden als Lernvideo hergestellt, die einzelnen Sänger senden ihren geübten Part dann ebenfalls als eigene Aufnahme zurück. Neben Einzelstimmbildung über Zoom gibt es dann die wöchentliche „Tuttiprobe“, bei der die Choristen zu dem, was der Chorleiter spielt oder singt, mitsingen – aber jeder hört nur sich live in den eigenen vier Wänden und sieht auf dem Bildschirm die „stummen Mäulchen“ der anderen.

• Eine Videosequenz zum Erlernen der bekannten Mendelssohnmotette: „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ hat der Kollege Hubert Arnold (Bonn) zusammengestellt; darin auch ganz basale technische Hinweise sehr verständlich erklärt: Zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=qlP-aIj6mfg&list=PLzitE_sTd-c1G4rksNK1B3uojMU0kzhhG&index=2&t=0s

• Ähnliche Lerntutorials als YouTube-Video hat z. B. Dieter Falk für sein neues Großchorprojekt Bethlehem eingespielt, nach dem Chorsingende dann die Stimmen – jede/r für sich im Kämmerlein lernen können. Ein Beispiel unter:  https://www.youtube.com/watch?v=cvxN5EkWpV4

• Ein Angebot aus der Schweiz, das um die Welt geht: täglich um 9 Uhr ca. eine halbe Stunde Einsingen; alles auf YouTube jederzeit abrufbar: https://www.youtube.com/results?search_query=einsingen+um+9

• Der Chorverband Berlin e. V. stellt konkrete Anleitung und Hilfen zu Chorproben mit Zoom unter: https://www.chorverband-berlin.de/fileadmin/user_upload/zoom-Leitfaden.pdf zur Verfügung. Unter: https://www.chorverband-berlin.de/fileadmin/user_upload/Homepage_Ideenliste.pdf findet man dort eine Übersicht über unterschiedliche Videochatanbieter mit jeweils stichwortartigen Kurzbeschreibungen.

• Für die Zukunft gibt es bemerkenswerte Nachrichten: Julian Klein, Direktor am Institut für künstlerische Forschung, Berlin, beschäftigt sich mit vielen weiteren Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Techniker*innen um eine Lösung des Problems, dass zeitgleiches gemeinsames digitales Singen und Musizieren (noch) nicht funktioniert. Ein Großprojekt mit vielen Partnern aus Forschung, Kunst und Lehre und hoffentlich bald (mehr) staatlichen (und privaten) Fördergeldern. Bis das in der Breite mit befriedigenden Ergebnissen und unter überschaubaren technischen Voraussetzungen einsetzbar ist, wird es noch dauern. Alle weitgefächerten und spannenden Infos dazu unter: https://digital-stage.org/

 

7. Studien:
NEU:
• Charité - Erhöhung der Aerosolbildung beim professionellen Singen

• TU Berlin: Risikobewertung von Probenräumen für Chöre hinsichtlich virenbeladener Aerosolen

•  Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat am 3. Juli ihre neueste Erkenntnis bezüglich Aerosolausstoß beim Singen im Rahmen einer Pressemitteilung veröffentlicht.
Kurz zusammengefasst: Beim Singen in Singrichtung mindestens 2 Meter, besser 2,50 Meter Abstand; seitlich dürfte auch ein etwas geringerer Abstand ausreichen. Dazu ist eine permanente Luftzufuhr, so dass die Aerosole permanent aus dem Raum entfernt werden, wichtig!  Die genauen wissenschaftlichen Erkenntnisse nachzulesen unter: https://www.lmu-klinikum.de/aktuelles/pressemitteilungen/erste-ergebnisse-zu-aerosol-studie-mit-dem-chor-des-br/caf8e9f9c407a2bd 

• Die Bamberger Symphoniker haben in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Institut für Musikmedizin getestet, wo und wie schnell beim Musizieren Luftbewegungen entstehen.


• Das Freiburger Institut aktualisiert zudem immer seine Risikoeinschätzung aufgrund neuer wissenschaftlichen Erkenntnisse: https://www.mh-freiburg.de/hochschule/covid-19-corona/risikoeinschaetzung/ 

• Studie der Universität der Bundeswehr: https://www.unibw.de/home/news-rund-um-corona/musizieren-waehrend-der-pandemie-was-raet-die-wissenschaft

• Ärzte der Berliner Charié haben Anfang Mai eine Stellungnahme bezüglich dem Spielbetrieb in Orchestern vorgelegt und beleuchten hier Spezifika einzelner Instrumente und geben Handlungsempfehlungen: https://bundesmusikverband.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-05-07-Stellungnahme-Spielbetrieb-Berliner-Orchester.pdf

• Anfang Juni wurden erste Ergebnisse einer Versuchsreihe der TU Berlin veröffentlicht. Der Leiter der Forschungen, Prof. Dr. Martin Kriegel, sieht dies noch nicht als final belastbare wissenschaftliche Studie an, aber es gibt erste Beobachtungen, nach denen durch das Singen im Vergleich zum Sprechen eine bis zu 50-fach höhere Anzahl an Aerosolen ausgestoßen werden.

Inwieweit sich darin Viren in einer infektionsverursachenden Konzentration wie lange aufhalten können, ist bisher unerforscht. Das Team um Prof. Kriegel arbeitet an diesen Fragen weiter.

Hier Links zu Pressemitteilungen, Berichten, Schaubildern (im Blog) und Videos:

https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/archiv/20200603_2015/sars-cov-corona-singen-aerosole-infektion-covid-chor-musik-luft-.html

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/aerosole-und-coronavirus-die-gefahr-in-der-luft-a-744efba4-6a9f-41f2-acd4-a4749aecb60a

https://www.pressestelle.tu-berlin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2020/mai_2020/medieninformation_nr_812020/

• Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) ist für Versicherte der Banken, Versicherungen, Verwaltungen, freien Berufe und besonderer Unternehmen, Religionsgemeinschaften, Einrichtungen der Kunst und Kultur, etc Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie entwickelt zu unterschiedlichsten Arbeitsbereichen Arbeitsschutzstandards, etc. Für Coronazeiten gibt es entsprechende Empfehlungen. Hier der „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard – Empfehlungen für Religionsgemeinschaften“ in der auch differenzierte Regelungen für das Singen und Musizieren genannt sind: 

http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/3_Aktuelles_und_Seminare/6_Aktuelles/Coronavirus/Brancheninfos_Arbeitsschutzstandard/Religionsgemeinschaften_Gremienarbeit.pdf?__blob=publicationFile&v=6

• Der Vorsitzende der Direktorenkonferenz, LKMD Kord Michaelis hat viele Studien und ihre Ergebnisse zusammengestellt. <<Hier>> zu lesen.

• Die EKD hat eine Studie "Digitale Verkündigungsformate während der Coronakrise" veröffentlicht.


8. Sonstiges

• Der Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK) hat mit einer Pressemitteilung, die u.a. an die EKD, den Deutschen Musikrat, Landesmusikräte, kirchenmusikalische Zeitschriften, etc. ging, Perspektiven für die Wiederaufnahme des Chorsingens gefordert. Hier die Pressemitteilung.

Eine Stellungnahme zur Coronakrise seitens des Verbandes Evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Deutschland (VEM) ist in der Ausgabe 3/2020 der Württembergischen Blätter für Kirchenmusik zu lesen.

• Der bekannte Musiker Bernhard König (Trimum; interkulturelles Singen) veröffentlicht laufend Gedanken, Vorschläge, Hinweise zum Singen und Musizieren in diesen Zeiten; ebenso denkt er über neue kulturelle und musikalische Formate in den kommenden Monaten in einem nachdenkenswerten Essay nach, das in der nmz veröffentlicht ist. Musik auf Abstand – diese Seite wird immer mit neuen Beiträgen ergänzt: https://trimum.de/start/musik-auf-abstand/

• Wenn jemand Verbündete in der Kulturlandschaft Baden-Württembergs sucht, der wird ggf. hier fündig: https://vereintzusammen.info. Initiiert vom Landesverband Amateurtheater findet man dort auch Hinweise zu YoutubeTutorials, Umfragen, Stellungnahmen z. B. der Chorjugend des Schwäbischen Chorverbands, etc.

9. Arbeitsrecht

Singuläre arbeitsrechtliche Fragen können hier nicht geklärt werden.

Grundsätzlich ist für festangestellte Kirchenmusiker*innen (egal ob im Haupt- oder Nebenberuf) festzuhalten, dass sie für die Zeit, in denen sie ihre Aufgaben gemäß dem Anstellungsvertrag aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Verordnungen nicht erfüllen können, mit keinem Verdienstausfall rechnen müssen. (sog. Vergütung bei Annahmeverzug laut §651 des Bürgerlichen Gesetzbuchs)

Allerdings können dem/der Mitarbeiter*in im Einzelfall andere zumutbare Tätigkeiten übertragen werden. Unter den Punkten 14 und 15 des landeskirchlichen Papiers sind dazu Hinweise vermerkt:  https://www.elk-wue.de/fileadmin/Downloads/Service/FAQ_Arbeitsrechtliche_Folgen_der_Corona-Epidemie_16.04.20.pdf

Solche Arbeitsübertragungen sollten bzw. müssen mit dem/der Mitarbeiter*in besprochen werden, da die anderen Tätigkeiten sowohl fachlich, wie auch zeitlich und in Bezug auf die persönlichen Umstände des/r Mitarbeiter*in zumutbar sein müssen. Unter §4 der Kirchlichen Anstellungsordnung (KAO) sind die Voraussetzungen notiert, wann sogar eine Beschäftigung an einer anderen Dienststelle möglich ist. https://www.kirchenrecht-ekwue.de/document/17299#s70040004.

Die örtliche Mitarbeitervertretung ist hier auch ein wichtiger Ansprechpartner, die ggf. dazu gehört werden muss.


10. Ausfallhonorare für nebenberufliche nicht angestellte Kirchenmusiker*innen und freischaffende Musiker*innen, die in kirchengemeindlichen Konzerten und Gottesdiensten in Zeiten von Corona gesungen und musiziert hätten:

Hier haben wir als Verbandsleitung Ende April einen Brief an den Direktor und die Taskforce Corona der Landeskirche geschickt, in dem wir diese beiden Problemfelder deutlich benennen. 

Nach einem guten Gespräch Ende Mai mit dem Direktor des OKR wurde nun als Antwort am 30. Juni über die Dekanate an alle Pfarrämter und Kirchenpflegen, etc. folgendes Rundschreiben:  <<"Vergütung von Kirchenmusikern und Kirchenmusikerinnen während der Corona-Pandemie">> verschickt. Hierin sind bezüglich dieser Fragen Antworten gegeben und Handlungsspielräume eröffnet.


Wir wünschen für die kommende Zeit Gesundheit, Geduld und Gottvertrauen.